Content schnell und einfach produzieren

 5 Tipps für deinen Redaktionsplan

Egal ob Influencer*in oder Unternehmer*in: in beiden Fällen bist du ständig damit beschäftigt, guten Content zu produzieren. Und wer das schon einmal eine zeitlang gemacht hat, weiß: es kostet Zeit. Und Nerven. Und manchmal den ganzen Tag, an dessen Ende dann nur EIN einziger sinnvoller Beitrag herausgekommen ist. Wenn überhaupt! Kurzum: Contenterstellung ist ein echter Zeitkiller. Aber wie wäre es, wenn die Achillesferse in deinem Unternehmen deutlich schneller und ohne viel Zeitaufwand zu erledigen wäre? 

Dein Zauberwort: Fokus

In unserer schnelllebigen Social-Media-Welt, in der morgen quasi schon wieder gestern ist, haben wir uns zu echten Multitasking-Maschinen hochgezüchtet. Das Problem: je mehr wir gleichzeitig schaffen wollen, desto weniger ist es am Ende. Und das ist übrigens auch wissenschaftlich belegt, denn Multitasking funktioniert zwar in vielen Situationen wunderbar, kann aber bei der Contenterstellung ein absoluter Zeiträuber sein. Jede Unterbrechung kostet unser Gehirn übrigens 15 Minuten, um wieder ins Thema reinzukommen. Deshalb mein Tipp: Fokussiere dich! Und zwar nicht nur die 10 Minuten, in denen du ein Posting verfasst, sondern nach Möglichkeit ein oder zwei Tage am Stück. Content-Tage eben!

Während deiner Content-Tage liegt dein Fokus zu 100 Prozent auf der Erstellung deines Contents für deine Community. Keine Kundenprojekte, keine Meetings, keine Zoom-Calls. Du bist mit Augen, Ohren und Hirn ausschließlich auf Content gebrieft und erstellst, je nachdem wie umfangreich dein Content ist, in dieser Zeit deine Inhalte für 2-4 Wochen vor. 

Vorneweg: Planung, Planung, Planung

Holy shit - ich weiß - denn das heißt gleichzeitig: du musst überhaupt erstmal wissen, was du in den nächsten zwei bis vier Wochen posten willst. Weißt du noch nicht? Dann steht vor deinem ersten Content-Tag erst einmal eine Auseinandersetzung mit deinem Redaktionsplan. Welche Themen willst du mit deiner Community besprechen? Welche Kanäle willst du dafür nutzen? Welche Inhalte brauchst du dafür? Diese Fragen musst du beantwortet haben, bevor du mit deinem Content-Tag startest.

Die Kopfarbeit kommt VORHER!

Viele meiner Kollegen und Kolleginnen machen zwar die Planung vorher, die eigentliche Ideenentwicklung folgt dann aber erst am Content-Tag. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: mach es anders! Ideen lassen sich nicht aus der Feder quetschen und manchmal ist man eben auch eher im Produktions- als im Kreativmodus. Heißt im Klartext: Bild- und Textideen zu deinen Themen solltest du bestenfalls schon Tage vorher im Kopf haben. Auf Knopfdruck kreativ zu sein, können vermutlich nur die Improvisationskünstler*innen unter uns. Das schöne daran: Kopf-Hausaufgaben lassen sich überall machen. Im Auto, unter der Dusche, Abends im Bett. Am besten hast du immer ein Notizbuch dabei und auch auf dem Nachttisch liegen. Die besten Ideen kommen mir oft erst nach dem Arbeitstag. 🙂

Keine Zeit für Überraschungen.
Sei vorbereitet!

Klarer Kopf und gute Planung sind ready - jetzt fehlen nur noch die Dinge, die immer fehlen. Und auch da spreche ich aus Erfahrung. Du wolltest für ein Posting unbedingt gelbe Blumen und die Floristin deines Vertrauens hat geschlossen? Deine Bildidee sieht eine knallrote Kaffeetasse vor aber du kannst nicht mehr sicher sagen, ob du sie verliehen hast? Der Nachbarshund sollte mit aufs Foto, weiß aber von nix? Tja, bad news: dein Content-Tag ist vermutlich im Eimer, denn jetzt musst du improvisieren und das klaut Zeit und Nerven und ruiniert deinen Plan. Check also ein paar Tage vor deiner Contentproduktion, WAS du WANN brauchst und organisiere es. Nachbars Hund hat ja auch n Leben. 

Check dabei auch deine technischen Geräte. Sind die Speicherkarten frei? Alle Akkus aufgeladen? Linsen geputzt? Nichts ist schließlich lästiger, als auf den leeren Akku zu warten.

Schön der Reihe nach!

An deinem Content-Tag/an deinen Content-Tagen erstellst du dann alle Inhalte nach einem bestimmten Muster. Das ist natürlich auch von deinen konkreten Inhalten abhängig. Ich teile meine Contenterstellung in folgende Bereiche ein:

  • Textproduktion für Posts und Blogbeiträge
  • Bildproduktion 
  • Video/Podcastaufnahmen
  • Schnitt und Bearbeitung
  • Technik (Hochladen der Inhalte, Verlinkungen prüfen etc.)

Mein allerwichtigster Begleiter dafür ist meine To-do-Liste. Hier schreibe ich tatsächlich noch ganz oldschool Listen, weil ich mir Handgeschriebenes besser einprägen kann und ich ein besseres Gefühl für Zeitkontingent und Planung bekomme. Als Werbetexterin beginnt bei mir die Contentplanung immer mit dem Verschriftlichen meiner Gedanken in Form von Postings und Blogbeiträgen. Bist du Grafikdesigner*in, Fotograf*in oder lassen sich deine Inhalte besser in Bildern als in Texten ausdrücken (soll ja vorkommen), dann beginnst du natürlich mit den Bildern und schließt dann die Texterstellung an. 

Ich selbst arbeite meine Inhalte an zwei Tagen ab. Während ich an Tag 1 hauptsächlich Zeit in die Text- und Bilderstellung investiere, kommt an Tag 2 die Podcasterstellung dran. Abgeschlossen werden die Content-Tage mit einem Technikteil, an dem ich alle Beiträge - sofern möglich - bereits auf den Blog hochlade, die Newsletter ins System lade oder alles so in meinen Ordnern organisiere, dass ich am entsprechenden Release-Day schnell auf sie zugreifen kann. 

Und danach? Bitte flexibel bleiben!

I know: es gibt fast nix Schöneres, als am geplanten Veröffentlichungstag nur noch auf den Button zu drücken und fertig ist die Sache. Bedenke aber: die Interaktion mit deiner Community ist fast noch wichtiger als dein Content selbst. Investiere also Zeit in den Austausch, beantworte Kommentare zeitnah und sei präsent, wenn deine Inhalte online gehen. 

12 Jahre als Unternehmerin haben mir außerdem gezeigt: nicht alles kann man planen, erst Recht nicht das Leben. Wenn Unvorhergesehenes passiert, dir ein superwichtiger Gedanke kommt oder du einfach etwas Schönes, Ungeplantes teilen willst: tu es! 

Und für den Rest gilt: planen, bündeln, glücklich sein. Mit etwas Glück kommst du dabei sogar in einen wahrhaftigen Content-Flow und kannst dich danach mit deutlich mehr Freude um deine anderen Projekte kümmern. Oder um die Suche nach deiner Kaffeetasse und einen fetten Strauß gelber Blumen. 🙂

Let´s text!

Jenny

 

 

 

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